Donnerstag , 21 September 2017
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Bienenschutz im heimischen Garten

Mit einem neuen Institut für Bienenschutz will das Bundeslandwirtschaftsministerium dem Bienensterben und möglichen Maßnahmen dagegen auf den Grund gehen. Vor allem Pestizide schädigen die Bienen, wobei das derzeit umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat nicht als bienenschädlich gilt. Wer als Gärtner nichts gegen das leise Summen der Bienen hat, kann durch einfache Maßnahmen den eigenen Garten bienenfreundlicher gestalten.

Neues Institut soll Bienensterben erforschen

Seit Jahren ist die Honigbiene bedroht. Ganze Bienenvölker sterben aus nicht vollständig geklärten Ursachen. Langfristig ist dabei nicht nur die Biene selbst bedroht, auch die Landwirtschaft ist in weiten Teilen stark abhängig von der Biene als zuverlässigen Bestäuber. Nun wurde mit dem Julius Kühn-Institut eine bundesweite Forschungseinrichtung zum Bienenschutz eröffnet.

So locken Gärtner die nützlichen Bienen in ihren Garten

Auch viele Gärtner haben in den letzten Jahren bemerkt, dass das Bienensummen im Frühling und Sommer zurückgegangen ist. Damit die fleißigen Tierchen, aber auch ihre Verwandten die Hummeln, vermehrt den eigenen Garten anfliegen, gilt es bei der Gestaltung der Beete und Anpflanzungen auf bienenfreundlichen Arten zu achten. Demnach werden Bienen zwar durch allerlei Blumen angelockt. Gefüllte Blüten, beispielsweise bei Rosen, bieten den Tieren aber weniger Nahrung, da die Pollen schwerer zu erreichen sind. Deshalb sollten bienenfreundliche Gärtner Blumen mit offenen Blüten bevorzugen. Kräuter, wie Lavendel, Rosmarin und Thymian, ziehen Bienen durch ihren Geruch zusätzlich an.

Pestizide vermeiden: Wenn es sein muss, dann nach Sonnenuntergang

Die Bienen sind bedroht, da sie unter anderem durch Pestizide geschwächt werden. Deshalb sollte man für einen bienenfreundlichen Garten möglichst auf Pestizide und andere Chemikalien verzichten. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, dann ist es ratsam, die Pflanzen erst nach dem Sonnenuntergang zu besprühen. Denn bei Dunkelheit sind die Tierchen kaum aktiv, so dass sie nicht direkt den Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt werden.

Mehr Bienen im Garten bedeutet auch eine bessere Ernte

Wenn Bienen im Garten regelmäßig Nahrung finden, dann lassen sie sich nicht nur auf Zierpflanzen nieder, sondern sie bestäuben auch Obstbäume, Tomaten- und Paprikapflanzen und anderes Gemüse. Wer also den Garten vielfältig gestaltet und dabei Nutz- und Zierpflanzen bunt durchmischt, kann sich auch meist über eine bessere Ernte freuen.