Samstag , 21 Oktober 2017
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Flugzeugreise

Bevor Reisende in den Urlaub starten können, sind sie zuerst auf der Suche nach einem günstigen Flug. Ist die Reise dann gebucht, steht das Kofferpacken an. Wer mit dem Auto verreist, kann alles einpacken, worauf er Lust hat. Doch Urlauber, die ihre Reise mit dem Flugzeug machen, müssen beim Packen einiges beachten. Ist das Thema Kofferpacken vom Tisch, geht es auf zum Flughafen. Doch was passiert, wenn der Flug plötzlich gestrichen wird? Viele Flugreisende kennen ihre Rechte bei einem Flugausfall nicht. Dabei steht ihnen in bestimmten Fällen sogar eine zusätzliche Entschädigung zu.

Günstigen Flug buchen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Eine Flugpreisvergleich-Studie zeigt, dass es sich für Reisende finanziell besonders lohnt, wenn sie an einem Donnerstag und im Spätherbst bis Dezember ihre Flugzeugreise buchen. Am teuersten soll es nach Angaben der Studie mittwochs und samstags sein und im Monat April. So sind beispielsweise Fernflüge im Dezember bis zu 20 Prozent und Inlandsflüge sogar bis zu 35 Prozent günstiger, wenn sie im Oktober, November oder Dezember gebucht werden. Damit Reisende günstig in den Urlaub kommen, lohnt es sich also, Flugpreise zu vergleichen und an den richtigen Tagen und Monaten zu buchen.

Regeln im Flugzeug: Erlaubte Größe und Gewicht vom Handgepäck

An einem verlängerten Wochenende bietet sich ein Kurzurlaub nach Mallorca oder ein Städtetrip nach London an. Dabei reisen die viele Urlauber nur mit Handgepäck. Besonders rentabel ist dies bei sogenannten Billigfluganbietern, da diese für ein normales Gepäckstück einen hohen Aufpreis verlangen. Doch wer lediglich ein Handgepäckstück mit in das Flugzeug nimmt, muss oft strenge Richtlinien, wie ein bestimmtes Gewicht oder Größe, befolgen.

Bei vielen Fluganbietern ist maximal ein Handgepäck pro Passagier erlaubt. Dieses darf etwa acht bis zehn Kilogramm wiegen. Allerdings ist nicht nur das Gewicht, sondern auch die Größe von der jeweiligen Fluggesellschaft abhängig. In der Regel gilt für das Handgepäck folgendes Maß: 55 cm x 40 cm x 23 cm. Am besten erkundigen sich Urlauber jedoch vor Reiseantritt bei ihrer Fluggesellschaft nach den genauen Abmessungen.

Handgepäck: Mitnahme von Flüssigkeiten

Eine EU-Richtlinie regelt seit 2006 die Mitnahme von Flüssigkeiten im Flugzeug. Passagiere dürfen demnach Flüssigkeiten wie Parfum oder Kontaktlinsenflüssigkeit, aber auch Deodorants, Gels, Mascara oder Cremes in je einem Behältern mit je maximal 100 ml mitnehmen. Ist eine große Flasche Bodylotion mit 200 ml beispielsweise nur halb voll, ist sie nicht im Handgepäck erlaubt. Die einzelnen Behältnisse müssen dann in einen durchsichtigen Plastikbeutel verpackt werden. Pro Passagier ist lediglich ein Beutel von maximal einem Liter Gesamtinhalt erlaubt.

Das darf keinesfalls ins Handgepäck

Absolut verboten im Handgepäck sind Pistolen, Waffen und scharfe Gegenstände wie Taschenmesser, Nagelfeilen, Nagelscheren oder Rasierklingen. Auch Stricknadeln können für Reisende zum Problem werden. Ebenfalls untersagt sind entflammbare und explosive Stoffe wie Schießpulver. Zudem sind Benzinfeuerzeuge verboten. Wer zu Silvester verreist, muss auf Feuerwerkskörper im Handgepäck verzichten.

Flugausfall: Welche Rechte haben Passagiere?

Sind die Koffer erstmal gepackt, fahren viele Reisende voller Freude zum Flughafen. Rechtzeitig dort angekommen, werfen Fluggäste meist zuerst einen Blick auf die große Tafel mit den Ankunfts- und Abflugdaten. Steht bei ihrem Flug plötzlich der Status „cancelled“, müssen das Reisende nicht einfach so hinnehmen. Fluggesellschaften sind verpflichtet, sie bei einem Flugausfall rechtzeitig über die Annullierung zu informieren. Wird der Flug gestrichen, können sich Fluggäste entweder den Ticketpreis erstatten lassen, eine alternative Beförderung beispielsweise mit Bus oder Bahn wählen oder einen zumutbaren Ersatzflug fordern.

Annulliert die Airline den Flug jedoch kurzfristig, also weniger als 14 Tage vor Abflug, haben Betroffene laut Fluggastrechte-Verordnung zusätzlichen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 250 bis 600 Euro. Diese Ausgleichszahlung hängt jedoch von dem Zeitpunkt der Benachrichtigung durch die Fluggesellschaft und dem Ersatzflug ab. Wichtig ist, dass sich Reisende den Flugausfall schriftlich bestätigen lassen und alle Quittungen und Ersatztickets aufheben, damit sie später bei der Erstattung keine Probleme bekommen.

Eine gesetzliche Grauzone bei Ausgleichszahlungen bilden außergewöhnliche Umstände. Führt beispielsweise ein plötzlicher Vulkanausbruch oder Schneesturm zum Flugausfall, müssen Airlines in der Regel keine Erstattung leisten.