Samstag , 22 Juli 2017

Säfte

Säfte gelten allgemein als zuverlässige Lieferanten für Vitamine. Viele Eltern setzen auf das „flüssige Obst“, um ihre Kinder mit den empfohlenen Portionen der gesunden Nahrungsmittel zu versorgen. Doch eignen sich die im Handel erhältlichen Säfte tatsächlich dafür? Oder enthalten diese viel zu viel Zucker und zu wenig Vitamine?

Früher war die Auswahl einfach: Apfel oder Orange waren meist die vorherrschenden Sorten von Säften im Supermarktregal. Mittlerweile gibt es aber unzählige Sorten, Varianten und Kombinationen. Neben den regulären Exoten Banane und Ananas finden sich nun auch immer wieder neue Auswahlmöglichkeiten. Wer hat beispielsweise vor ein paar Jahren gewusst, was es mit Acerola auf sich hat?

Vitamine ja – Aber häufig nicht natürlich

Bei all diesen Varianten vergessen viele gesundheitsbewusste Verbraucher, dass Obstsäfte in der Regel einen sehr hohen Zuckergehalt haben. Dieser übersteigt nicht selten den von Cola. Im Gegenzug fehlen den Säften oftmals die natürlichen Vitamine, wegen denen erst zur Apfelsaftflasche gegriffen wird. Denn bei der Verarbeitung werden diese häufig zersetzt. Deshalb werden den Säften meist künstliche Vitamine zugesetzt.

Auf die Inhaltsstoffe und Bezeichnungen achten

Darüber hinaus gibt es bei den in den Super- und Getränkemärkten verfügbaren Säften starke Qualitätsunterschiede sowohl hinsichtlich des Fruchtsaftgehalts als auch der Gewinnung. Direktsäfte gelten dabei als die gesündeste Variante. Säfte aus Fruchtsaftkonzentrat sind für die Hersteller hingegen günstiger in der Herstellung und gerade bei exotischen Früchten kaum zu vermeiden. Aufpassen sollten Verbraucher bei Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränken. Diese strotzen nur so von künstlich zugesetztem Zucker beziehungsweise enthalten weniger als 50 Prozent Fruchtsaft – manchmal sogar weniger als ein Viertel des Gesamtvolumens.

Fruchtsaft für Kinder ungeeignet?

Angesichts dieser Fakten fragen sich so manche Eltern sicherlich, ob Saft überhaupt für Kinder geeignet ist. Tatsächlich sollten sie eher zu Direktsäften oder zumindest Getränken mit sehr hohem Fruchtsaftgehalt greifen. Auch spricht nichts dagegen, den Saft mit Wasser zu verdünnen. Schließlich ist das Getränk auch so süß genug und löscht den Durst der Kleinen viel besser.

Unser Tipp:  Wer einen wirklich gesunden Saft trinken möchte und weder auf Vitamine noch auf Ballaststoffe verzichten will, kann einen leckeren Smoothie probieren. Diese gibt es inzwischen sogar frisch in vielen Märkten zu kaufen oder sind auch zu Hause ganz schnell mit dem Mixer hergestellt.