Donnerstag , 21 September 2017

E-Nummern

Wer sich einmal die Inhaltsstoffe eines x-beliebigen Nahrungsmittel angeschaut hat, ist mit Sicherheit auf eine E-Nummer gestoßen. Hinter der Zahlenkombination verstecken sich Zusatzstoffe, die Lebensmittel mehr Geschmack, Aussehen oder Haltbarkeit geben sollen. Obwohl die Zusatzstoffe geprüft werden, rät die Verbraucherzentrale vom Verzehr von Nahrungsmitteln mit bestimmten E-Nummern ab.

Warum gibt es überhaupt E-Nummern und wer prüft die Zusatzstoffe?

In der Europäischen Union gibt es über 310 Zusatzstoffe, die mit einer E-Nummer abgekürzt werden. Zuständig für die Frage, welcher Zusatzstoff für Lebensmittel zugelassen wird, ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz Efsa. Ein wichtiges Kriterium für die Zulassung ist, dass keine Gesundheitsrisiken bestehen dürfen. Zudem muss der ergänzende Stoff technisch notwendig sein und darf nicht zur Täuschung des Verbrauchers führen. Ziel eines Zusatzstoffes ist es, das Lebensmittel haltbarer zu machen, dessen Aussehen zu verbessern oder den Geschmack positiv zu beeinflussen.

Zusatzstoffe bedenklich für Kinder

Die E-Nummern beziehungsweise Zusatzstoffe werden in bestimmte Kategorien eingeteilt. So gibt es beispielsweise Geliermittel, Farbstoffe, Süßungsmittel, modifizierte Stärke und Backtriebmittel. Obwohl die Zusatzstoffe vor Zulassung geprüft werden und somit unbedenklich verzehrt werden sollten, warnen Verbraucherschützer von Nahrungsmitteln mit speziellen E-Nummern. Während einige Konservierungsstoffe für Personen mit Risiken verbunden sein können, die an Asthma, Pseudoallergien oder Neurodermitis leiden, gibt es bei anderen den Warnhinweis, dass sie die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen können. Dazu zählen die Farbstoffe:

  • E 102 (Tartrazin)
  • E 110 (Geldorange S)
  • E 122 (Azorubin)
  • E 124 (Cochenillerot A)
  • E 129 (Allurarot AC)

E-Nummern: Eine Gefahr für die Gesundheit?

Zusatzstoffe, von deren Verzehr generell abgeraten wird

Gruppe E-Nummer
Farbstoffe E 102, E 104, E 110, E 122, E 123, E 124a, E 127, E 129, E 142, E 150c, E 151, E 155, E 173
Konservierungsstoffe E 235, E 284, E 285
Antioxidantien E 385
Verdickungs- und Geliermittel E 425
Säurungsmittel E 512
Süßstoffe und Co. E 999

 

Zusatzstoffe, von deren häufigen Verzehr abgeraten wird

Gruppe E-Nummer
Farbstoffe E 120, E 132, E 150c, E 154, E 160a, E 161g, E 174, E 175. E 180
Konservierungsstoffe E 210, E 211, E 212, E 231, E 220, E 230, E 234, E 250
Antioxidantien E 315, E 319, E 338, E 339,
Verdickungs- und Geliermittel E 400, E 406, E 407, E 420, E 421, E 476, E 491
Geschmacksverstärker E 620, E 621, E 622, E 630
Süßstoffe und Co. E 900, E 912, E 951, E 952, E 953, E 954, E 955, E 957, E 962, E 965, E 966, E 967

 

Allergische Reaktionen und Co.: Wie kann man bedenkliche Zusatzstoffe erkennen?

Der Verzehr von Zusatzstoffen kann beispielsweise zu Durchfall führen. Manche Stoffe greifen auch die Zähne an, andere werden wiederum verdächtigt, krebserregend zu sein. Manche Personen reagieren allergisch. Um herausfinden, hinter welcher E-Nummer sich welcher Zusatzstoff versteckt und ob dieser bedenklich ist, können sich Verbraucher eine App für ihr Smartphone oder Tablet herunterladen. Hier gibt es mehrere Anbieter, etwa Codecheck, iEnolite oder Barcoo. Dabei muss meist der Barcode eingescannt werden. Nutzer erhalten dann eine Reihe wichtiger Informationen rund um das gescannte Nahrungsmittel. So wissen sie genau, was sie einkaufen und später essen beziehungsweise trinken.