Sonntag , 19 November 2017
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Einkommensteuererklärung

Jedes Jahr aufs Neue stöhnen viele Bürger, weil sie ihre Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Für viele ist der Papierkram nervig und unübersichtlich. Doch die Mühe lohnt sich, denn mit der Steuererklärung können sich Steuerzahler oft bares Geld vom Staat zurückholen. In der Regel müssen die ausgefüllten Formulare bis zum 31. Mai beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Für diejenigen, die einen Steuerberater beauftragen oder gemeinsam mit dem Lohnsteuerhilfeverein ihre Erklärung machen, ist der 31. Dezember Stichtag.

Belege für das Finanzamt: Das sollten Steuerpflichtige aufbewahren

Für das Finanzamt sind vor allem „Lohnsteuerbescheinigungen, Steuerbescheinigungen der Banken, Bescheinigungen der Versicherungen über geleistete Beiträge, Belege für Werbungskosten und für außergewöhnliche Belastungen, Zuwendungsbescheinigungen sowie Rechnungen und Zahlungsnachweise für Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen“ wichtig, erklärt Steuerberaterin Alexandra Sick im Interview mit finanzen.de. Zudem ist es sinnvoll, die Belege bereits während des Jahres in einem extra Ordner zu sammeln. So geht im besten Fall nichts verloren und es erspart Betroffenen meist viel Stress bei der Steuererklärung.

Welche Ausgaben können von der Steuer abgesetzt werden?

Kommt die Putzfrau jede Woche, waren Handwerker im Bad zugange oder wird das eigene Arbeitszimmer lediglich beruflich genutzt? Dann können sich Steuerzahler die Ausgaben dafür vom Finanzamt zurückholen. Grundsätzlich gilt für Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro für berufsbedingte Ausgaben im Jahr. Steuerzahler, die diesen Betrag überschreiten, können die zusätzlichen Kosten bei der Steuererklärung geltend machen. Weitere abzugsfähige Ausgaben sind auch erstattungsfähig. Allerdings werden sie nicht in vollem Umfang zurückerstattet, sondern in vielen Fällen gelten unterschiedliche Höchstbeiträge. Damit Betroffene die Kosten vom Finanzamt zurückbekommen, müssen sie entsprechende Belege einreichen.

Beispiele für Ausgaben, die steuerlich absetzbar sind:

  • Fahrtkosten zur Arbeit
  • Bewerbungskosten
  • Umzugskosten (bei einem beruflich bedingten Umzug)
  • Kosten für Dienst- und Arbeitsbekleidung
  • Kontoführungsgebühren
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerarbeiten (u.a. Nebenkosten der Miete)
  • Spenden an Vereine oder gemeinnützige Organisationen
  • Krankheitskosten, die Krankenkassen nicht erstatten (z.B. Zahnersatz, Brille)
  • Vorsorgeaufwendungen (z.B. Altersvorsorge)

Die meisten Bürger kennen nicht alle Möglichkeiten Steuern zu sparen. Daher gehen ihnen die Steuervergünstigungen oftmals durch die Lappen. Diesen typischen Fehler können Betroffene aber vermeiden, indem sie sich rechtzeitig informieren oder Unterstützung suchen. Besonders Steuerneulinge sind sich unsicher, welche Ausgaben sie von der Steuer absetzen können. Wie sie Schritt für Schritt zur Steuererklärung kommen erfahren sie hier.