Sonntag , 19 November 2017
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Radfahren

Ob Fahrradfahrer mit dem Drahtesel am Wochenende etwas Entspannung auf einen der vielen Radwege suchen oder werktags zwischen Autos hindurch zur Arbeit radeln – Sie haben sich wie Autofahrer und Fußgänger an gewisse Regeln im Straßenverkehr zu halten. Dabei wird oft über die Frage gestritten, wo sie radeln dürfen. Auch wie das Rad ausgestattet sein sollte, um verkehrssicher zu sein, ist nicht jedem Radfahrer klar.

Welche Regeln beim Radfahren beachtet werden müssen

Radfahrer haben sich an die Straßenverordnung zu halten. Das bedeutet beispielsweise, dass für sie die Ampel für Autofahrer gilt, sofern es keine gesonderte Fahrradampel gibt. Zudem sind Gehwege für erwachsene Radler tabu. Nur wenn sie Kinder begleiten, die bis zum 8. Lebensjahr auf dem Gehweg fahren müssen, dürfen Erwachsene den Gehweg nutzen. Beim Radfahren gilt ebenso wie beim Autofahren das Rechtsfahrgebot. Wer dennoch in falscher Richtung unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von bis zu 35 Euro. Zudem gelten unter anderem folgende Regeln:

  • Der Radweg muss immer dann benutzt werden, wenn dieser mit einem blauen Radwegschild als solcher erkennbar ist.
  • Alkohol am Fahrradlenker wird schon ab 0,3 Promille bestraft, wenn es aufgrund des Alkoholeinflusses zu Fehlern oder gar einem Unfall kommt (erkennbare Fahrunsicherheit). Ab 1,6 Promille muss das Rad stehenbleiben.
  • Radfahrer dürfen nur in Einbahnstraßen in Gegenrichtung fahren, wenn diese für sie freigegeben sind.
  • Telefonieren beziehungsweise das Nutzen des Handys ist beim Radfahren verboten.
  • Zu zweit nebeneinander fahren ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr nicht behindert wird oder Radler in einer Gruppe ab 16 Personen unterwegs sind.

Lampen, Bremsen, Reflektoren: So ist das Fahrrad verkehrssicher

Gerade als Radfahrer ist es wichtig, im Straßenverkehr gesehen zu werden. Daher muss ein verkehrssicheres Fahrrad mit verschiedenen Reflektoren ausgestattet sein: sowohl einen vorne und zwei hinten am Fahrrad als auch zwei Speichenrückstrahler pro Rad und zwei Stück an jeder Pedale.

Zudem gehören an jeden Drahtesel ein weißes Vorder- und ein rotes Rücklicht. Die Fahrradbeleuchtung kann dynamo- oder batteriebetrieben sein. Bei Anstecklichtern müssen Radfahrer allerdings darauf achten, dass die Lampen keine Blicklichter sind und sie eine Nennspannung von sechs Volt haben. Zugelassene Leuchten erkennen Verbraucher an einem Prüfzeichen bestehend aus einer Wellenlinie, einem „K“ und einer Ziffernreihe. Zuletzt braucht ein verkehrssicheres Rad eine helltönige Klingel und zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen.

Bußgeld und Punkte für Radfahrer

Radler, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, bekommen ein Verwarn- oder Bußgeld aufgebrummt. Je nach Vergehen kassieren sie sogar Punkte in Flensburg. Die Höhe der Strafe hängt zudem davon ab, ob andere Personen behindert oder gefährdet werden oder ob der Tatbestand zu einem Unfall beziehungsweise einer Sachbeschädigung führt. Die folgende Aufzählung zeigt beispielhaft einige Vergehen und die damit verbundene Strafe, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden:

  • Freihändig fahren – 5 Euro
  • Kein Licht am Rad – 25 Euro
  • Einbahnstraße in Gegenrichtung befahren – 30 Euro
  • Bei Rot über die Ampel fahren – 100 Euro und 1 Punkt
  • Bahnübergang überqueren trotz geschlossener Schranke – 350 Euro und 2 Punkte