Samstag , 22 Juli 2017
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Kfz-Schutzbriefe

Mit der Kfz-Haftpflichtversicherung und einer Kaskoversicherung sind Autofahrer bereits gegen eine Reihe von verschiedenen Risiken abgesichert. Jedoch helfen diese Policen meist nicht, wenn es unterwegs eine Autopanne gibt oder man auf halber Strecke in den Urlaub durch einen Unfall die Reise nicht mehr fortsetzen kann. Schutzbriefe garantieren jedoch Pannenhilfe und viele weitere Leistungen.

Was können Schutzbriefe leisten?

Die Leistungen für Kfz-Schutzbriefe sind sehr umfassend. Allerdings gibt es keine allgemeingültigen Vorgaben dazu, in welchem Umfang Kosten erstattet werden. Deshalb sollten Autofahrer vor Abschluss eines Schutzbriefs genau in die Vertragsbedingungen schauen, um bestmögliche Vorteile durch die Absicherung zu erhalten. Meist beinhaltet der Umfang des Schutzbriefes jedoch:

  • Pannenhilfe im Inland und oft auch im europäischen Ausland sowie teilweise in weiteren Ländern
  • Abschlepp- und Bergungsdienst im In- und Ausland
  • Rücktransport und/oder Unterstellung des Fahrzeugs
  • Übernachtung im Hotel bei defektem oder verunfalltem Fahrzeug
  • Rückfahrt oder Weiterfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Mietwagen
  • Ersatzfahrer bei erkranktem oder verletztem Fahrer
  • Ersatzteilversand
  • weitere Leistungen, wie zum Beispiel Routenplanung oder Krankenbesuche von Angehörigen

In Anbetracht der umfangreichen Leistungen sind Kfz-Schutzbriefe sehr günstig. Sie kosten für gewöhnlich nur zwischen fünf und 20 Euro pro Jahr, abhängig vom Anbieter und Fahrzeugtyp. Es gibt allerdings auch Versicherer, die über 120 Euro pro Jahr verlangen. Teilweise sind Kfz-Schutzbriefe aber auch bereits in der Kfz-Versicherung integriert, sodass keine weiteren Kosten anfallen.

Tipp: Besitzer von Neuwagen können sich den Schutzbrief meistens sparen. Denn in den ersten ein bis zwei Jahren gibt es die Mobilitätsgarantie des Herstellers, die ähnliche Leistungen bietet. Nach Ablauf dieser Zeit ist ein Schutzbrief allerdings sinnvoll.

Autoschutzbriefe im Test: Nicht alle Leistungen sind notwendig

Die Stiftung Warentest hat im Kfz-Schutzbrief Test die Angebote von acht Autoclubs und 77 Schutzbriefe von Versicherern unter die Lupe genommen (Finanztest April 2015). Dabei wurden keine Testsieger gekürt, sondern die Leistungen, Versicherungsbedingungen und Kosten der Angebote gegenübergestellt. Dabei zeigte sich: Welcher Schutzbrief sich eignet, ist auch immer vom persönlichen Bedarf abhängig. Wer beispielsweise keine Kinder hat, braucht auch keine Kinderrückholung. Wichtiger sind andere Bestandteile des Schutzbriefes, etwa bis zu welcher Höhe Abschleppkosten erstattet werden. Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollten also verschiedene Angebote miteinander verglichen werden.