Montag , 27 März 2017
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Ortsübliche Miete herausfinden: Diese Möglichkeiten gibt es

In zwölf Bundesländern gilt mittlerweile in bestimmten Regionen und Städten die Mietpreisbremse. Diese verhindert, dass die Miete bei Neuvermietung mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegt. Doch vielerorts haben Mieter, aber auch Vermieter Probleme, die Vergleichsmiete zu ermitteln. Ihnen gibt Stiftung Warentest nun ein paar Tipps zur ersten Orientierung.

Die Mietpreisbremse gilt nicht überall

In vielen Städten und Regionen herrscht Wohnungsmangel. Damit Vermieter die hohe Nachfrage nicht mit überteuerten Mieten ausnutzen, hat die Politik im Juni 2015 die Mietpreisbremse beschlossen. Da jedoch jedes Bundesland selbst bestimmen kann, ob und wo sie angewendet wird, gilt die Bremse nicht in ganz Deutschland. Bisher haben zwölf Bundesländer für die Einführung in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt entschieden. Diese sind:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Die Mietpreisbremse regelt, dass die Miete bei Neuvermietung nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Doch wenn die eigene Stadt oder Region über keinen Mietspiegel verfügt, ist es für Mieter schwierig herauszufinden, ob die Mieterhöhung gerechtfertigt ist oder zu hoch ausfällt und sie sich mit einer Rüge zur Wehr setzen sollten.

Wo Mieter und Vermieter nach der ortsüblichen Vergleichsmiete suchen können

Laut Stiftung Warentest haben Mieter wie Vermieter unterschiedliche Anlaufstellen, die ihnen zumindest eine Orientierung über die Miethöhe geben können, wenn es keinen Mietspiegel gibt. Dazu zählen auch einfache Mietspiegel, Spiegel aus Nachbargemeinden oder veraltete Mietspiegel. Alle Varianten sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Denn sollten Mieter und Vermieter im Kampf um eine faire Miete den Gerichtsweg einschlagen, haben die Alternativen vor Gericht nicht immer Bestand. Zudem weist die Verbraucherorganisation darauf hin, dass Mieter eine zu hohe Miete akzeptieren müssen, wenn diese bereits vom Vormieter in gleicher Höhe gezahlt wurde.

Zwei weitere Möglichkeiten, die ortsübliche Vergleichsmiete herauszufinden, deren Nutzen bei einem Gericht jedoch offen ist, sind Mietdatenbanken und inoffizielle Mietspiegel aus dem Internet. Rechtlich sicher sind Gutachten von einem Sachverständigen. Diese sind allerdings teuer. Darüber hinaus können Mieter sowie Vermieter auch die „Mieten für drei nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage vergleichbare Wohnungen“ heranziehen, um einen Vergleich zu haben, so Stiftung Warentest.