Montag , 27 März 2017
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ITB: Wie sicher ist das Reisen?

Anlässlich der Internationalen Tourismusmesse in Berlin wird verstärkt darüber diskutiert, welche Urlaubsländer noch sicher sind. Die Besorgnis mancher Urlauber ist angesichts jüngster Anschläge etwa in der Türkei kaum verwunderlich. Die Tourismusbranche ist hingegen bemüht, positive Bilder zu vermitteln. Schließlich sind im Januar die Buchungen für die Türkei um 40 Prozent eingebrochen.

Reisetrends 2016 sind sehr politisch

Spanien ist bei deutschen Urlaubern schon seit langem beliebt, doch in diesem Jahr erlebt das Land einen regelrechten Boom bei den Urlaubsbuchungen. Denn wer sich Sonne und Strand wünscht, der landet nun eher auf den Kanarischen Inseln als in der Türkei. Grund hierfür sind die jüngsten Anschläge in der Türkei, die teilweise gezielt auf Touristen gerichtet waren. Eine weitere Ursache für eine Verlagerung der Buchungen: die Flüchtlingskrise. In Griechenland verteilen sich die Urlauber beispielsweise sehr deutlich auf die Inseln, die nicht von Flüchtenden auf der Überfahrt durch die Ägäis angesteuert werden. Während Lesbos von Touristen inzwischen weitgehend gemieden wird, erfreuen sich Rhodos oder Kreta weiterhin großer Beliebtheit.

Wann ist Stornierung einer Reise kostenlos möglich?

Auch wenn es oftmals tatsächlich so ist, dass nicht ein ganzes Land in einer sich zuspitzenden Sicherheitslage bedroht ist, so ist es verständlich, dass Urlauber nach einem Anschlag oder einem Naturereignis wie einem Erdbeben eine bereits gebuchte Reise wieder stornieren wollen. Grundsätzlich ist eine kostenlose Stornierung möglich in Fällen von höherer Gewalt. Darunter versteht der Gesetzgeber Naturkatastrophen, politische Unruhen oder Bürgerkriegszustände. Solange keine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt ausgegeben wurde, ist es jedoch nicht eindeutig, ob auch ein einzelner Terroranschlag unter diese Regelung fällt.

Was tun, wenn es zu gefährlich wird?

Wenn man eine Reise gebucht hat und aus Sicherheitsgründen lieber verzichten will, ist es oftmals das Beste, sich direkt mit dem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen. Denn in Ausnahmesituationen, wie nach einem Anschlag, zeigen sich die meisten Reiseanbieter kulant und akzeptieren eine kostenlose Stornierung beziehungsweise bieten eine Umbuchung an.