Mittwoch , 16 August 2017
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Rucksäcke im Test: Vorsicht, Reinfall

Wer in seiner Freizeit gerne wandert, braucht dazu nicht nur das passende Schuhwerk. Auch der Rucksack sollte bequem auf den Schultern sitzen – egal ob bei einer Tagestour oder längeren Ausflügen. Welche Wanderrucksäcke mit einem Fassungsvermögen von 24 bis 30 Litern gut sind, zeigt Öko-Test in einem aktuellen Test.

Wanderrucksack im Test: Günstig meist nicht gut

Das Angebot an Wanderrucksäcken ist groß. Egal ob Deuter, Jack Wolfskin, Quechua, Tatonka oder ein anderer Hersteller – Wanderer haben die Qual der Wahl. Glücklicherweise können sie sich an Testergebnissen orientieren, um einen Fehlgriff zu vermeiden. Öko-Test hat beispielsweise im Mai 2015 10 Rücksäcke mit einem Volumen von 24 bis 30 Litern untersucht. Im Fokus standen zum einem der Tragekomfort, die Belastbarkeit und die Handhabung. Zum anderen wurden die Wanderrucksäcke auf Schadstoffe analysiert.

Der Wanderrucksack-Test zeigt, dass Verbraucher Abstriche machen müssen, je günstiger das Angebot ist. Denn die günstigsten Modelle von Intersport (McKinley Wander-Rucksack Falcon 28) und Decathlon (Quechua Forclaz 30 Air) schneiden nur ausreichend ab. Das 30-Euro-Modell von Sport-Scheck (OCK Tour 28) erhält sogar nur ein mangelhaft. Die Tester bemängeln beim letztgenannten Rucksack „vor allem problematische Inhaltsstoffe, ein kleineres Volumen als vom Hersteller angegeben und eine fehlende Regenhülle.“ Doch selbst teure Säcke müssen nicht automatisch gut sein. Salewa Crest 28 wird ebenfalls nur mit ausreichend bewertet.

Vorsicht beim Regen: Durchlässiger Schutz

Im Praxistest überzeugen Deuter Act Trail 28 SL, Mammut Creon Element 28, Osprey Stratos 26 und Jack Wolfskin Rambler 26 Women. Jedoch stellten die Tester beim Regenschutz teilweise Defizite fest. So sind nur Deuter und Jack Wolfskin wirklich regenfest durch die wasserdichte Regenhülle. Zum Reinfall wird ein zehnminütiger Regenschauer mit Quechua, OCK und Salewa. Während beim letztgenannten Rucksack der Reißverschluss am Hauptfach zu durchlässig ist, sind es bei den anderen beiden Wanderrucksäcken die Seitennähte. So sammelten sich nach zehn Minuten Regen 300 Gramm Wasser im Rucksack.

Während Salewa in der Gesamtbewertung von Öko-Test nur ausreichend ist, überzeugte der Wanderrucksack neben dem Modell von Deuter die Versuchspersonen am meisten. Befriedigend fiel hingegen das Urteil der Testpersonen für Osprey aus.