Dienstag , 12 Dezember 2017
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Carsharing als Alternative zu eigenem Auto: Immer mehr wollen Pkw teilen

Gerade Menschen in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München setzen sich nicht mehr unbedingt jeden Tag ins Auto, um beispielsweise zur Arbeit zu fahren. Schließlich ist die Gefahr im Berufsverkehr im Stau zu landen viel zu groß. Stattdessen werden das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel genutzt. Kein Wunder, dass immer mehr Autofahrer überlegen, ganz auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten. Schließlich gibt es mittlerweile eine Reihe von Carsharing-Anbietern, für den Fall, dass doch ein Auto gebraucht wird.

So funktioniert Carsharing

Carsharing ist auf dem Vormarsch. Während vor wenigen Jahren noch Mietwagen oder privat organisierte Fahrgemeinschaften die einzigen Alternativen zum eigenen Pkw boten, haben sich in zahlreichen Städten verschiedene Formen des Carsharings etabliert. Je nach Anbieter zahlen die Nutzer beispielsweise eine monatliche Grundgebühr für die Nutzung der Autos sowie eine Kilometer- oder Minutenpauschale bei Gebrauch eines Wagens. Einige Anbieter setzen dabei auf feste Leihstationen, bei anderen können Wagen überall in der jeweiligen Stadt geparkt beziehungsweise in Betrieb genommen werden. Hier helfen spezielle Apps, das nächste Auto im Umkreis zu finden.

Carsharing: Bald sechsmal so viele Nutzer

Weltweit wird sich die Zahl der Nutzer von Carsharing-Angeboten in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich versechsfachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group. In Deutschland, das bereits jetzt rund eine Million Nutzer aufweist, dürfte sich die Zahl auf zwei Millionen verdoppeln.

Carsharing: Mehr Parkplätze für Innenstädte?

Es gibt viele gute Argumente für das Carsharing. Wer nur selten mit dem Auto fährt, spart beispielsweise Jahresgebühren für die Kfz-Versicherung und muss auch keine Kfz-Steuer bezahlen, wenn dafür auf das eigene Auto verzichtet wird. Eine große Hoffnung der Stadtplaner scheint sich jedoch nicht zu erfüllen. So hatte man sich gerade in den Innenstadtbereichen von Großstädten durch das vermehrte Carsharing eine Entschärfung der Parkplatzsituation erhofft. Nach drei Jahren Forschung sind die Ergebnisse allerdings ernüchternd. Die positiven Auswirkungen auf die Parksituation seien allenfalls „homöopathisch“.